Die Friedenskirche in Duisburg-Hamborn wurde zwischen 1895 und 1897 nach den Plänen des Berliner Architekten Karl Doflein errichtet. Der Bau wurde maßgeblich durch Spenden finanziert, wobei sich insbesondere die Unternehmerfamilie Morian engagierte. Die Kirche ist ein Beispiel für die Architektur des späten 19. Jahrhunderts und orientiert sich am Wiesbadener Programm von Johannes Otzen. Sie kombiniert Elemente der Romanik und Gotik und zeichnet sich durch einen kreuzförmigen Grundriss sowie einen zentralisierten Innenraum mit geschwungenen Emporen aus. Der Turm mit Spitzhaube und Laterne dominiert das äußere Erscheinungsbild.
Im Laufe der Zeit wurde die Friedenskirche mehrfach renoviert und ihr Inneres dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst. Eine grundlegende Sanierung begann im Jahr 2000, da die Bausubstanz gefährdet war. Nach Abschluss der Arbeiten im August 2006 wurde die Innengestaltung wieder näher an den ursprünglichen Zustand gebracht. Seitdem dient die Friedenskirche weiterhin als Ort für Gottesdienste und Gemeindeleben und ist zudem Heimat bedeutender Kirchenmusik mit überregionaler Bedeutung.
Im Jahr 1985 wurde die Friedenskirche unter Denkmalschutz gestellt. Die ursprüngliche Orgel von 1897 wurde 1974 durch ein neues Instrument der Orgelbauwerkstatt Eule ersetzt, das über 22 Register auf zwei Manualen und Pedal verfügt.
Heute ist die Friedenskirche nicht nur ein Zentrum des geistlichen Lebens, sondern bietet auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Vorträge und Konzerte an.